Unser neuer Katalog N. 12 ist da!

Druckfisch liegt er vor – unser neuer Katalog N. 12! Getreu dem Motto „Klassisch. Modern. Papier.“ können wir Ihnen ein Portfolio präsentieren, das die großen Namen der Klassischen Moderne vereint. So findet sich neben herausragenden Papierarbeiten von Franz Marc, Paul Klee, Max Pechstein und Erich Heckel eine Rarität des „Blauer Reiter“-Künstlers August Macke: eine Tonschale mit einem Außenfries von Frauenakten im Freien (1914). Von seinem Künstler-Kollegen Alexej von Jawlensky können wir eine ganze Suite wunderbarer Arbeiten in Öl offerieren und auch Klassiker der Nachkriegsmoderne, wie Günther Uecker, Serge Poliakoff und Eduardo Chillida, sind mit ausgewählten Papierarbeiten vertreten. Last but not least liegt ein thematischer Schwerpunkt auf Werken von Lyonel Feininger und Emil Nolde, die wir Ihnen als Graphiker vorstellen. Viel Freude beim Entdecken!

So wird der Sommer bei Thole Rotermund Kunsthandel

Die Sommermonate nutzen wir bei Thole Rotermund Kunsthandel, um intensiv an einem neuen Katalog-Projekt zu arbeiten. Dafür haben wir eine Fülle an Werken der Klassischen Moderne aus hochkarätigen Sammlungen zusammengetragen. Unser Katalog No. 12 - Klassisch. Modern. Papier. erscheint Ende September und vereint Aquarelle, Zeichnungen und ausgewählte Druckgraphik von Paul Klee, Alexej von Jawlensky, August Macke, Franz Marc, Lyonel Feininger, Ernst Wilhelm Nay, Eduardo Chillida, Günther Uecker u.a.
Seien Sie gespannt!

Kunstwerk des Monats: August Macke „Portrait Helmuth Macke“

Menschen, die lesen, begegnen uns in meisterhaften und weltberühmten Werken aus allen Epochen. Mackes Portrait seines Vetters Helmuth fasziniert und berührt mich aus zwei Gründen: Erstens, die Art und Weise wie natürlich und einfach, aber keineswegs nüchtern Macke seinen Protagonisten darstellt. Nichts ist Pose, nichts arrangiert. Warum sitzt der Lesende denn nicht auf einem Sessel oder dem Sofa? Es sieht nicht besonders gemütlich aus, wie Helmuth dort an einem Tisch über dem aufgeschlagenen Buch verharrt, mit den Händen auf die Sitzfläche eines einfachen Küchenstuhls aufgestützt und in leicht vornübergebeugter Haltung. Er ist aber offenbar so in seine Tätigkeit vertieft, entrückt und gleichzeitig „glückselig“, daß er sich nicht von der Arbeit des Künstlers oder dem Blick des Betrachters stören läßt.

Zweitens begeistert mich, wie souverän und locker Macke die Farbe aufträgt, wie großartig er die Lichtreflexe der ins Zimmer einfallenden Sonnenstrahlen auf Stirn und Nase, auf den Ärmeln des Pullovers und der Stuhllehne einfängt. Das aufgeschlagene Buch ist in strahlend pastosem Weiß gemalt, also „leer“. Der fehlende Hinweis auf den Inhalt oder eine Andeutung dessen, was dort geschrieben sein könnte, macht das Motiv für mich noch reizvoller, ohne dabei gleich an Metaphorisches denken zu wollen. Gerade bei genauem Hinsehen wird mir die Modernität und Genialität Mackes deutlich.

Im Zeitalter der kindles und e-books ist das Bild trotz des vermeintlichen Abgesangs auf die Epoche der Lektüre zeitlos. Eine stille Momentaufnahme, die weit entfernt von der geräuschvollen Realität so ansprechend und wohltuend ist.

 

Dr. Regelind Heimann stellt das Kunstwerk des Monats vor

Künstlerpostkarten - begehrte Sammelobjekte!

Mit unseren Katalogen Kunst.Post.Karte. nachgesendet – Künstlerpostkarten der Klassischen Moderne und der vorangeganenen Publikation von 2017 konnten wir ein Thema in den Fokus rücken, das sich in den letzten Jahren zu einem der begehrtesten Sammelobjekten der Klassischen Moderne entwickelt hat: die Künstlerpostkarte.

Ausgewählte Werke der „Brücke“-Künstler Otto Mueller, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel sowie der Bauhaus-Pioniere Lyonel Feininger und Ludwig Hirschfeld-Mack vereint der aktuelle Katalog. Dabei beeindrucken nicht nur die ungewöhnlich dicht und expressiv gestalteten Bildseiten der Postkarten, auch die rückseitigen Texte sind von unschätzbarem historischen Wert. So berichtet Siddi Heckel der Gattin des befreundeten Erfurter Schuhfabrikaten Alfred Hess von „Jagdrennen“ im berühmten Berliner Sportpalast und bedankt sich in einer anderen Karte für „gut sitzende Schuhe“. Franz Radziwill schreibt seiner guten Bekannten, der Hamburger Photographin Minya Diez-Dührkoop, vom Kauf eines kleinen Hauses auf dem Land, wohingegen die Eindrücke von „unserm Ostseestrand“ Karl und Emy Schmidt-Rottluff mit dem Ehepaar Peters aus Leipzig verbinden.